Teil 4 - Ich ging zurück
Am nächsten Tag musste ich immer wieder an den vergangenen Abend denken.
An die Bar.
An die Männer.
Und natürlich an das Geld.
Aber wenn ich ehrlich war, beschäftigte mich etwas anderes viel mehr.
Es hatte mir gefallen.
Nicht nur das Gefühl, selbst entscheiden zu können. Auch das Sexuelle hatte mir gefallen. Die Erregung der Männer, ihre Reaktionen auf mich – und die Entdeckung, dass ich selbst Lust empfinden konnte, wenn ich bestimmte, was geschah.
Also ging ich zurück.
Diesmal nahm mich niemand mit.
Ich ging aus eigenem Antrieb.
Mit der Zeit gewöhnte ich mich an die Bar und an das, was dort möglich war – und an das, was ich mit meinem Körper erreichen konnte.
Bei einem meiner nächsten Besuche saßen wieder drei Männer am vertrauten Tisch. Alle drei kannte ich bereits.
Ich blieb vor ihnen stehen und grinste.
„Ich habe euch ein Geschenk mitgebracht.“
An diesem Tag trug ich keine enge Jeans, sondern einen weiten Rock.
Darunter trug ich nichts.
Ich setzte mich direkt neben den ersten Mann, legte vertraut einen Arm um seine Schultern und spreizte die Beine ein wenig.
Dann sagte ich ihm ganz direkt, was ich von ihm wollte.
Er zögerte keine Sekunde.
Seine Finger glitten zwischen meine Beine, und ich spürte sofort, wie mein Körper darauf reagierte. Ich bewegte mich auf seinem Schoß und ließ ihn eine Weile gewähren.
Aber diesmal war ich nicht diejenige, die auf eine Anweisung wartete.
Ich gab die Anweisungen.
Nach einigen Minuten hielt ich ihn zurück und sagte ihm, was ich als Nächstes wollte.
Ich wechselte die Position und ließ mich auf ihn sinken. Ich spürte, wie sein Glied in mich eindrang und mich ganz ausfüllte.
Und plötzlich war da dieser Gedanke:
Das geschah, weil ich es wollte.
Nicht weil ich musste. Nicht weil jemand mich bedrohte oder über mich bestimmte.
Ich wollte es.
Wirklich.
Dieser Unterschied war gewaltig.
Wir fanden schnell einen gemeinsamen Rhythmus. Ich hörte sein Stöhnen und merkte gleichzeitig, wie meine eigene Erregung immer stärker wurde.
Kurz darauf kamen wir beinahe gleichzeitig.
Dann wandte ich mich dem zweiten Mann zu.
Bei ihm wollte ich mir noch mehr Zeit lassen.
Ich ließ mich ganz bewusst und langsam auf ihn sinken.
Ich spürte intensiv, wie sein Glied mich öffnete, Zentimeter um Zentimeter in mich eindrang und mich schließlich ganz ausfüllte.
Mein Becken begann, kleine Kreise zu beschreiben. Langsam hob und senkte ich mich auf ihm, zunächst ruhig und kontrolliert, dann immer schneller.
Diesmal nahm ich jede Bewegung ganz bewusst wahr.
Ich wollte das.
Nicht irgendwie und nicht nur aus Neugier.
Ich wollte es wirklich.
Auch mit ihm fand ich schließlich meinen eigenen Rhythmus, bis unsere Erregung ihren Höhepunkt erreichte.
Dann blieb noch der dritte Mann.
Bei ihm wollte ich etwas riskieren.
Beim Absenken schob ich mein Becken bewusst ein kleines Stück nach vorn. Seine Eichel drückte gegen meine Rosette. Ich spürte zunächst den Widerstand, dann einen kurzen Schmerz – und schließlich, wie sein Glied bis zum Anschlag in meinen After glitt.
Der Mann verkrampfte sich.
„Ich bin falsch.“
Ich schüttelte den Kopf.
„Nein. Du bist genau richtig.“
Und das meinte ich auch so.
Nach dem ersten ungewohnten Schmerz merkte ich überrascht, dass mir das Gefühl körperlich gefiel. Die intensive Fülle, der Druck und die unmittelbare Nähe lösten eine Erregung in mir aus, mit der ich selbst nicht gerechnet hatte.
Ich hob mein Becken ein wenig an und bat ihn, mich zu stoßen.
Er verstand. Seine Stöße wurden heftiger, und diesmal nahm ich nicht nur wahr, was er empfand. Ich achtete ganz bewusst auf meinen eigenen Körper und merkte, dass auch ich es genoss.
Als er schließlich kam, spürte ich die warme, klebrige Flüssigkeit an meinen Schenkeln hinunterlaufen.
Danach stand ich auf und ging zur Toilette, um mich zu säubern.
Auf dem Weg dorthin musste ich lächeln.
Ich hatte etwas gewagt – und festgestellt, dass es mir nicht nur deshalb gefiel, weil ich darüber entschieden hatte.
Es hatte mir auch körperlich gefallen.
Als ich an den Tisch zurückkehrte, sahen mich die drei Männer mit großen Augen an.
Eine Weile sagte niemand etwas.
Schließlich schüttelte einer von ihnen den Kopf.
„Was um alles in der Welt war denn das?“
Ich musste lachen.
„Ich war einfach ein kleines bisschen geil.“
Dann stand ich auf und ging hinaus.
Draußen musste ich immer noch lächeln.
Diesmal brauchte ich mir nicht einzureden, dass es nur um Kontrolle oder Selbstbestimmung gegangen war.
Ich hatte Lust gehabt.
Ich hatte selbst entschieden, was ich wollte, und ich hatte es genossen.
Das war vielleicht die größte Veränderung:
Bei Arthur hatte ich gelernt, Sexualität auszuhalten.
Jetzt begann ich zu lernen, sie zu genießen.
Nach meinen eigenen Regeln.

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